Auf dem Weg nach Karlsruhe

„Die Vollversammlung des ÖRK 2022 wird die weltweite Verbundenheit der Kirchen zum Ausdruck bringen“, sagt EMW-Direktor Rainer Kiefer nach der Sitzung des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen.

© Foto: Marcelo Schneider/WCC

„Das gemeinsame Gebet, die Trauer um die Opfer der Pandemie, aber auch die Freude an der ökumenischen Verbundenheit über sechs Kontinente und zahlreiche Zeitzonen hinweg haben die Online-Sitzungen des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) geprägt“, berichtet Rainer Kiefer, Direktor des Dachverbandes Evangelische Mission Weltweit (EMW), der in die Delegation der EKD für den Zentralausschuss des ÖRK berufen wurde.

Neben den Berichten aus Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft und aus der thematischen Arbeit des ÖRK hätten die Vorbereitungen für die geplante ÖRK-Vollversammlung 2022 in Karlsruhe im Mittelpunkt der Beratungen gestanden. „Wir hoffen sehr, dass im kommenden Jahr auch die Menschen aus außereuropäischen Regionen zu uns kommen dürfen“, betont Kiefer und fordert, dass sichergestellt werde, dass die nötige Menge an Impfdosen auch in armen Ländern zur Verfügung stehe. „Damit die Delegierten, Berater*innen und Gäste einreisen dürfen, müssen deren Impfstoffe dann aber auch hierzulande zugelassen sein“, so der EMW-Direktor.

Während der Sitzungen des Zentralausschusses, die vom 23. bis 28. Juni digital stattfanden, konferierten mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter aus den Mitgliedskirchen sowie Berater*innen und Mitarbeitende des ÖRK über eine Fülle von Themen. „Natürlich ging es in den Diskussionen auch um finanzielle Pläne und die geistlichen und politischen Herausforderungen, mit denen die Gemeinschaft aus 350 Mitgliedskirchen inmitten der Pandemie weltweit konfrontiert ist“, berichtet Kiefer.

Viele der Themen, die in Karlsruhe 2022 adressiert werden, seien geprägt von der Sorge um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Es dürfe nicht sein, dass Covid-19 zu einer Krankheit der Armen und Ausgegrenzten werde. Zum Beispiel sei in der Zentralausschuss-Sitzung die Angst von Bürger*innen pazifischer Staaten zur Sprache gekommen, die befürchten, dass das Zukunftsthema „Klimagerechtigkeit“ gegen den Wunsch, zu einem „normalen Leben“ zurückzukehren, ausgespielt werden könne, berichtet Rainer Kiefer nach der Stellungnahme des Generalsekretärs der Pazifischen Konferenz der Kirchen, Pastor James Bhagwan, mit der auch die EMW zusammenarbeitet.

Kiefer spricht von den Planungen afrikanischer und asiatischer Kirchen, mit denen auch die Evangelische Mission Weltweit und ihre Mitglieder verbunden sind, ihre Anliegen, Ideen und Visionen in Karlsruhe einzubringen. Die Stärke des ÖRK sei es, alle Mitglieder, von denen die meisten nicht im Norden der Welt beheimatet seien, gleichberechtigt zu beteiligen und zu Wort kommen zu lassen. So zitiert Kiefer Pastor Silishebo Silishebo aus der Vereinigten Kirche von Sambia, der erklärt hatte, dass „die Afrikanerinnen und Afrikaner in Karlsruhe die religiösen, sozialen und politischen Chancen feiern möchten, die aus Afrika einen bewundernswerten Kontinent machen können.“

Die Evangelische Mission Weltweit, so betont ihr Direktor Rainer Kiefer, werde das Ihre beitragen, dass die Vollversammlung im September 2022 gelingen kann. Momentan arbeite die EMW an missionstheologischen Materialien und Texten zum Thema der Vollversammlung „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ und sei dazu auch mit den Partner*innen und Mitgliedern im engen Austausch. (frdu)

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