Endlich zurück im Einsatz

Große Freude: Nach zwei Jahren Pandemie und intensiver Vorbereitung tritt die erste Gruppe Ökumenischer Begleiter*innen des Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI) ihren Einsatz in Israel und Palästina an.

Auch die Begleitung von Schäfer*innen gehört zu den Aufgaben der Ökumenischen Begleiter*innen des EAPPI-Programms, wie hier in den Bergen südlich der Stadt Hebron. © Foto: WCC-EAPPI | Auch die Begleitung von Schäfer*innen gehört zu den Aufgaben der Ökumenischen Begleiter*innen des EAPPI-Programms, wie hier in den Bergen südlich der Stadt Hebron.

Nach fast zwei Jahren pandemiebedingter Abwesenheit und einer intensiven Zeit der organisatorischen und inhaltlichen Vorbereitung konnte zur großen Freude aller Beteiligten Ende Januar eine neue Gruppe Ökumenischer Begleiter*innen (EAs) des EAPPI-Programms ihren dreimonatigen Einsatz in Palästina und Israel antreten. Dabei sind auch vier Teilnehmende aus Deutschland, die vom Berliner Missionswerk und von pax christi – Deutsche Sektion entsandt wurden. Von Deutschland aus begleitet werden die EAs von der nationalen Koordination des Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI), die bei der EMW liegt.

Eine erste gute Gelegenheit mit den Kirchen vor Ort in Kontakt zu treten, bot sich mit der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der letzten Januarwoche. © Foto: WCC-EAPPI | Eine erste gute Gelegenheit mit den Kirchen vor Ort in Kontakt zu treten, bot sich mit der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der letzten Januarwoche.

Die Teilnehmenden des internationalen Programms, das 2002 vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) als Antwort auf einen Hilferuf der Kirchen in Jerusalem initiiert wurde, begleiten einerseits Menschen, die in den palästinensischen Gebieten unter den Auswirkungen der Besatzungssituation leiden. Durch ihre sichtbare Präsenz sollen sie dazu beitragen, dass Spannungen, Konflikte und Übergriffe weniger häufig auftreten, z. B. an Checkpoints, landwirtschaftlichen Übergängen, bei der Begleitung von Kindern auf dem Schulweg oder von Schäfer*innen beim Weidegang. Dabei orientieren sie sich an den allgemeinen Menschenrechten, dem humanitären Völkerrecht und einschlägigen UN-Resolutionen. Kommt es doch zu Rechtsverletzungen so dokumentieren die Teilnehmenden des Programms diese und leiten die Informationen an lokale und internationale Partnerorganisationen weiter. Darüber hinaus ist ein wichtiger Schwerpunkt des Programms die Begleitung der lokalen Kirchen, von israelischen und palästinensischen Gruppen und Initiativen, die sich für einen gerechten Frieden für alle Menschen in der Region einsetzen.

Die aktuellen deutschen Begleiter*innen kommen in Jerusalem, Bethlehem und Yatta, einer Kleinstadt südlich von Hebron, zum Einsatz. Sie haben von einem überwältigend warmen Willkommen in allen Einsatzorten berichtet. Nach der langen Abwesenheit liegt das Hauptaugenmerk darauf, Kontakte zu reaktivieren, abzuklären, welche Erwartungen von Familien, Institutionen und Gemeinden aktuell an die EAs bestehen und sich einen Überblick hinsichtlich der Situation vor Ort und der Aktivitäten von Partner*innen des Programms zu verschaffen.

Mit der Wiederaufnahme der Aktivitäten vor Ort werden nun auch wieder regelmäßig Berichte der deutschen Teilnehmenden aus dem Einsatz veröffentlicht, den Anfang machte in der vergangenen Woche ein Text aus Jerusalem zur Rückkehr der Ökumenischen Begleiter*innen. Die Berichte sind zu finden auf der Webseite des EAPPI-Netzwerk Deutschland e.V., dem Zusammenschluss der ehemaligen deutschen Ökumenischen Begleiter*innen, und können dort auch abonniert werden, sowie auf der Facebook-Seite des Vereins. (Anja Soboh)


Werden Sie Ökumenische Begleitperson

Das Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI), ein Programm des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), bringt Menschen aus aller Welt für einen dreimonatigen Einsatz nach Palästina und Israel. Als Ökumenische Begleitperson leben Sie in einem internationalen Team im Westjordanland oder Jerusalem und dokumentieren den Alltag unter Besatzung. Sie solidarisieren sich mit den lokalen christlichen Gemeinden sowie palästinensischen und israelischen Menschenrechtsgruppen.

EAPPI-Bewerbungsinfo (pdf/674 KB)

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