Im Glauben verbunden

Seit mehr als 100 Jahren beten christliche Gemeinschaften auf der ganzen Welt jedes Jahr im Januar für die Einheit der Christenheit.

© Foto: Zac Durant/unsplash

„Heute beginnt die Gebetswoche für die Einheit der Christenheit, mit der wir in einer über hundertjährigen Tradition stehen. Dass unser Gebet um den Erdball geht, ist ein Zeichen der weltweiten Verbundenheit im Glauben und unsere Einheit wird durch das gemeinsame Gebet gestärkt.“ Mit diesen Worten wies Dr. Michael Biehl, Referent in der EMW-Geschäftsstelle, in der wöchentlichen Andacht auf die gemeinsame Einladung zum Gebet von Ökumenischem Rat der Kirchen (ÖRK) und Päpstlichem Rat zur Förderung der Einheit der Christen hin.

Das Motto „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ (Joh 15,8-9) ist eine Einladung, im Kontext von Zerrissenheit und Trennung über die Früchte der Liebe und der Einheit nachzudenken. In der Einladung zur Gebetswoche werden als Aspekte diese Früchte genannt: „ein Leben im Einklang mit sich selbst, mit der Gemeinschaft, in die jede und jeder Einzelne gestellt ist und mit Gott. In Gottes Liebe zu bleiben, heißt zunächst, mit sich selbst versöhnt zu werden. In Christus zu bleiben, ist eine innere Haltung, die im Laufe der Zeit wächst. Sie kann vom Kampf um das Lebensnotwendige überholt werden und wird durch die Ablenkungen, den Lärm, die Hektik und die Herausforderungen des Lebens bedroht.“

Die Gebetswoche bietet die Gelegenheit zur Einkehr und zum Innehalten und dazu, uns im weltweiten Gebet verbunden die Früchte dieser Liebe Christi und der Gemeinschaft zu vergegenwärtigen. Ebenso wie die Weisheit, uns als Teil der Menschheitsfamilie wahrzunehmen und Rassismus zu widerstehen, dem Einsatz für Gerechtigkeit und eine neue Lebensweise einzuüben, die von Respekt und Gemeinschaft mit der ganzen Schöpfung geprägt ist.

Seit 1908 wird die Gebetswoche für die Einheit gefeiert. Jedes Jahr stammen die Gebetstexte und Mediationen aus einem anderen Land. Für 2021 ist es die monastische Kommunität der Schwestern von Grandchamp, die ihr Leben dem Gebet und der Versöhnung in der Kirche und der Menschheitsfamilie gewidmet haben.

Die Gemeinschaft der EMW ist Teil der weltweiten ökumenischen Bewegung und versteht diese als Zeichen der wachsenden Einheit in der Welt. Als Dach- und Fachverband evangelischer Kirchen, Werke und Verbände in Mission und Ökumene arbeitet die EMW in vielfältiger Weise mit dem ÖRK und seinen Programmen zusammen. (mbi/CW)

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