Interkulturelle Woche

Trotz der Unterschiede in den Trägerorganisationen steht Mission für eine „versöhnte Verschiedenheit”. „Gemeinschaftlich unterstützen wir das Recht aller Menschen, überall ein menschenwürdiges Leben zu führen”, betont EMW-Direktor Rainer Kiefer.

© Foto: Noah Holm / unsplash

„Die Arbeit evangelischer Missionswerke ist geprägt von ihren interkulturellen und internationalen Beziehungserfahrungen. Deshalb stehen wir grundsätzlich für einen respektvollen Umgang mit allen Menschen”, so Rainer Kiefer, Direktor des Dach- und Fachverbandes Evangelischen Mission Weltweit (EMW).

Bei allen kulturellen Unterschieden der Missionswerke-Gemeinschaft und ihrer Träger*innen stehe eine „versöhnte Verschiedenheit” für diese christlichen Organisationen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. „Gemeinschaftlich unterstützen wir das Recht aller Menschen, überall ein menschenwürdiges Leben zu führen”, betont Pastor Kiefer.

Mit den Partner*innen aus Kirchen vornehmlich aus dem globalen Süden setzen sich die Missionswerke für die Menschenrechte ein, erklärt Kiefer. Dazu zähle auch das Recht auf freie Entscheidung eines jeden Menschen hinsichtlich der Religionsausübung. „Dabei beschränken wir uns nicht auf Menschen, mit denen wir einen Glauben teilen, sondern engagieren uns grundsätzlich für das Recht auf freie Religionsausübung”, so der EMW-Direktor.

Bundesweites Motto #offengeht

Gemeinsam mit seinen Mitgliedern unterstützt die EMW die Einladung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) an der Interkulturellen Woche im September teilzunehmen. In diesem Jahr ist das Motto #offengeht. „Weil wir glauben, dass religiöse, kulturelle und politische Grenzen zwischen Menschen überwunden werden können, entspricht dieser Slogan der Idee der Missionswerke von friedlichen Begegnungen, die auch den eigenen Horizont weiten”, erläutert Kiefer.

Nach der zentralen Eröffnung der Interkulturellen Woche in Rostock am 26. September werden in der darauffolgenden Woche in vielen Gemeinden Veranstaltungen angeboten werden.

Die Interkulturelle Woche findet seit 1975 im September statt. Sie geht auf eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie zurück. Sie wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen.

(frdu)

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