„Lebensstil ändern!“

„Die ökumenische Bewegung hat sich schon lange für Gerechtigkeit und Frieden ausgesprochen und sich zur Integrität der Schöpfung bekannt. Deshalb müssen wir unseren Lebensstil ändern“, stellen die Mitglieder der Evangelischen Mission Weltweit (EMW) anlässlich des „Tags der Erde“ am 22. April 2021 fest.

© Foto: Markus Spiske/unsplash

Rainer Kiefer, Direktor der EMW, erinnert an die Erklärung „Kairos für die Schöpfung – Hoffnungsbekenntnis für die Erde”, die von Teilnehmenden des gleichnamigen Kongresses aus 22 Ländern verfasst worden war. Auf der von EMW, Vereinter Evangelischer Mission (VEM), Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD), Brot für die Welt und dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) organisierten internationalen Konferenz in Wuppertal hatten Vertreter*innen von Kirchen und Nichtregierungsorganisationen im Sommer 2019 betont, dass mit der Erklärung nicht nur „unterdrückende und patriarchale Systeme“ kritisiert werden sollen. Sie rufen Kirchen in der weltweiten Ökumene dazu auf, sich für die Transformation globalen Wirtschaftens und wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz einzusetzen. Teil der ökologischen Umkehr zu einem nachhaltigen Leben sei auch die u.a. von indigenen Vertretern und Vertreterinnen geforderte Einführung verbindlicher Rechte der Natur und der Erde. Nur durch eine ökologische Umkehr und Abkehr von einem auf Wachstum und Ansammlung von Reichtum auf Kosten anderer begründeten Wirtschaften könne das Überleben von Mensch und Natur gesichert werden.

„Die Dringlichkeit der Krise verlangt von uns, dem Weg Christi zu folgen und die positiven Initiativen der Kirchen weltweit wahrzunehmen“, zitiert Kiefer aus der Erklärung. „Deshalb setzt sich die EMW-Gemeinschaft für einen nachhaltigen Lebensstil und eine Umweltethik ein, die dafür sorgt, dass die Erde auch für nachfolgende Generationen bewohnbar bleibt“.

Um Fragen der Umweltethik geht es auch in dem 2019 gestarteten und von der EMW geförderten Studiengang Ökotheologie an der evangelischen theologischen Fakultät in Kameruns Hauptstadt Yaoundé. Ziel des Studiengangs ist es, die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt zu erforschen und in die theologische Ausbildung zu integrieren. In den Lehrveranstaltungen werden nicht nur naturwissenschaftliche Erkenntnisse thematisiert, sondern auch die Frage nach der Rolle der Kirchen adressiert.
 
Dies sei nur ein Beispiel dafür, wie sich die Missionswerke, Kirchen und missionarischen Verbände in der EMW mit ihren Partnern der hemmungslosen Ausbeutung, die vor allem zum Nachteil der Menschen im Süden der Welt geschieht, widersetzen und sich für die Bewahrung der Schöpfung engagieren, betont Kiefer anlässlich des „Tags der Erde“. (frdu/CW)

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