Zukunftsperspektiven und Wechsel

Zur jährlichen Mitgliederversammlung der Evangelischen Mission Weltweit e.V. (EMW) treffen sich die Delegierten der Mitgliedswerke, -kirchen und
-organisationen von 4. bis 6. Oktober in Hamburg. Neben der Implementierung des Perspektivprozesses standen u. a. Wechsel im Vorstand und die Verabschiedung zweier EMW-Referenten auf dem Programm.

Die EMW-Mitgliederversammlung tagt in Hamburg. © Foto: Corinna Waltz/EMW | Die EMW-Mitgliederversammlung tagt in Hamburg.

„Nachdem wir den Perspektivprozess mit der Verabschiedung des Zielpapiers, der neuen Satzung und etlicher anderer Entscheidungen zu einem Abschluss bringen konnten, ist nun die Implementierung der Ergebnisse eine bleibende Aufgabe“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Landessuperintendent Dietmar Arends in seinem Bericht an die Mitgliederversammlung. Die sich stetig weiterentwickelnde Kommunikationsarbeit der EMW sei ein Beispiel für diese Implementierung. So konnte im Frühjahr die neugestaltete Website mission.de gelauncht werden. Seit einigen Wochen ergänzt auch ein Instagram-Kanal rund um das Thema Mission und eine Facebook-Seite die Medienangebot des Dach- und Fachverbandes. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam überlegen, wie wir den traditionellen Begriff der Mission, der sich auch in unserem Namen wiederfindet, verteidigen, stärken und neu füllen können. Ob im Gespräch miteinander, im weltweiten Diskurs oder in der digitalen Kommunikation“, so Arends.

Thematisch steht die Mitgliederversammlung in Hamburg unter dem Motto: „Die vielen Gesichter Christi“. Diesem Thema hatte die EMW in diesem Jahr auch ihr Themenheft gewidmet und damit einen weiteren Aspekt des Mottos der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) aufgegriffen. Dr. Simone Sinn, Dekanin und Dozentin am Ökumenischen Institut des ÖRK in Bossey bei Genf, gab Delegierten und Gästen in ihrem Impulsvortrag diese eindringlichen Worte mit auf den Weg: „Konflikte im Umgang mit Konflikten halte ich für die größte interkulturelle Herausforderung“.

Michael Kißkalt © Foto: Corinna Waltz/EMW | Michael Kißkalt

Auch einige personelle Veränderungen prägen die diesjährige EMW-Mitgliederversammlung: Nach acht Jahren im Vorstand und 15 Jahren Mitarbeit in der Mitgliederversammlung scheidet Pastor Christoph Haus (Generalsekretär EBM INTERNATIONAL K.d.ö.R) aus dem EMW-Vorstand aus. Als seinen Nachfolger wählte die Versammlung Prof. Dr. Michael Kißkalt. Der Theologe ist der Arbeit der EMW bereits durch die Mitarbeit in verschiedenen theologischen Gremien seit 15 Jahren verbunden. Bis zum Jahresende ist Prof. Dr. Michael Kißkalt Rektor der Theologischen Hochschule Elstal sowie Professor für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie. Zum 1. Januar 2023 tritt er auch bei EBM INTERNATIONAL K.d.ö.R. die Nachfolge von Pastor Christoph Haus als Generalsekretär an.

Im Gottesdienst am Mittwochabend in der Krypta des Hamburger Michel wurde Christoph Haus aus seinem Vorstandsamt verabschiedet und Michael Kißkalt gemeinsam mit der bereits im Frühjahr von der EKD-Synode in den EMW-Vorstand entsandten Bischöfin Kirsten Fehrs eingeführt. Zudem wurden auch die langjährigen EMW-Referenten Dr. Michael Biehl und Olaf Rehren an dem Abend von der Mitgliederversammlung feierlich verabschiedet. (CW/TS)

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