Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

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Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) ist eine Freikirche, zu der etwa 670 Baptisten- und 130 Brüdergemeinden mit insgesamt 80.000 Mitgliedern gehören. Die Maxime von Johann Gerhard Oncken, der 1834 in Hamburg die erste deutsche Baptistengemeinde gründete, ist für den BEFG bis heute handlungsleitend: „Zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen“. Oncken betonte auch: „Jeder Baptist ein Missionar!“ In diesem Sinne stehen Baptisten- und Brüdergemeinden für das reformatorische Prinzip des „Priestertums aller Gläubigen“, wonach Aufgaben in der Gemeinde und im missionarischen Dienst nicht an bestimmte Ämter gebunden sind. Gleichzeitig gehören der Einsatz für die Trennung von Staat und Kirche sowie das Engagement für Religionsfreiheit zu den Charakteristika des BEFG, die bis zu den Wurzeln der Gemeindebewegung zurückgehen. Die frühen deutschen Baptisten, die unter Repression zu leiden hatten, setzten sich nicht nur für die eigene Religionsfreiheit ein: „Aber wir behaupten … religiöse Freiheit … in völlig gleichem Maße für Alle, seien sie Christen, Juden, Muhamedaner oder was sonst.“ (Julius Köbner, 1848)

Die Zentrale des 1941/42 zusammengeschlossenen BEFG liegt in Elstal bei Berlin. Dort befinden sich neben der Bundesgeschäftsstelle und den Dienstbereichen auch das Gemeindejugendwerk (GJW) und die Bildungseinrichtungen des Bundes: die Akademie Elstal und die Theologische Hochschule Elstal.

Wie seine Partnerorganisationen versteht der BEFG unter Mission, das Evangelium nicht nur in Wort, sondern auch in Tat zu den Menschen zu bringen. So sind die Säulen der Arbeit des Dienstbereichs Mission Evangelisation, Gemeindeaufbau, Diakonie und Weltmission. Der Dienstbereich unterstützt die BEFG-Gemeinden, in ihrem Umfeld evangelistisch und diakonisch tätig zu werden. Zur diakonischen Arbeit im BEFG gehören neben Diakoniewerken aus der Mutterhausdiakonie viele gemeindliche Initiativen und Einrichtungen, die sich vor allem für Kinder, Senioren, sozial schwache Familien und Flüchtlinge engagieren. Über seine Koordinierungsstelle German Baptist Aid unterstützt der BEFG viele lokal verantwortete Projekte in den Ländern der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF). In der Katastrophenhilfe arbeitet der Gemeindebund mit Baptist World Aid, der Hilfsorganisation des Baptistischen Weltbundes (BWA), und weiteren internationalen baptistischen Netzwerken zusammen.
In Weltmission und Entwicklungshilfe ist der BEFG durch EBM INTERNATIONAL (früher: Europäische Baptistische Mission) in Afrika, Lateinamerika, Indien und der Türkei aktiv. 1954 gründeten die Baptistenbünde aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz das Werk, um ihre Missionsaktivitäten zu bündeln, die in Kamerun bis auf das Jahr 1891 zurückgehen. Bis heute sind Gemeindegründung und theologische Ausbildung zentrale Themen der Arbeit.

Die vom deutschen Baptistenpastor Horst Borkowski ins Leben gerufene MASA (Missionarische Aktionen in Südamerika) wurde 1979 in EBM INTERNATIONAL integriert. Die auf Initiative von Ministerialrat Hans Herter 1960 entstandene „Hans-Herter-Indienhilfe“ wurde 2009 ebenfalls ein Arbeitszweig. 2011 wurde zudem die Gemeindegründungsarbeit im türkischen Izmir Teil des Werks.

An allen Standorten arbeitet EBM INTERNATIONAL heute ganzheitlich mit der Vision „Gottes verändernde Liebe teilen, damit Menschen in Hoffnung leben“ – im Schulunterricht, im Kinderheim, bei der Beratung und Pflege von kranken Menschen, bei der Organisation von Baumaßnahmen, in finanziellen Fragen oder bei der Ausbildung von Pastorinnen und Pastoren. EBM INTERNATIONAL entsendet Missionarinnen und Missionare, sowie Freiwillige als Helfende in Projekte, die immer von Einheimischen geleitet werden. Eine Aussendung geschieht nur auf Anfrage der Mitgliedskirche. Das ist ein Ausdruck der Kernwerte: partnerschaftlich und gleichberechtigt.

Nicht die Missionszentrale, die auch in Elstal liegt, entscheidet über neue Projekte, sondern die Leitungen und Fachleute der Mitgliedskirchen. EBM INTERNATIONAL initiiert keine Projekte mehr selbst, sondern unterstützt Initiativen, die vor Ort entstehen und an eine lokale Kirchengemeinde angebunden sind. Zu EBM INTERNATIONAL gehören weltweit 30 gleichberechtigte Mitgliedskirchen, darunter der BEFG, dessen Gemeinden den wesentlichen Anteil des Budgets tragen. Der Vorstand hat neun ehrenamtliche Mitglieder aus acht Ländern von vier Kontinenten.


Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.
Johann-Gerhard-Oncken-Str. 7
14641 Wustermark

Tel.: +49 33234 74105
Fax: +49 33234 74199

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www.befg.de

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