EMW-Mitgliederversammlung tagt 2026 in Frankfurt am Main

Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Mission Weltweit (EMW), einer Gemeinschaft von evangelischen Kirchen, Werken und Verbänden in Mission und Ökumene, findet vom 14. bis 16. Oktober 2026 in Frankfurt am Main statt. Im Mittelpunkt stehen eine Zukunftswerkstatt und die Auseinandersetzung mit dem Rezeptionsprozess zum Impulspapier „Dekolonisierung der Mission?“.

Im vergangenen Jahr kam die EMW-Mitgliederversammlung in Bremen zusammen. © Foto: Corinna Waltz/EMW | Im vergangenen Jahr kam die EMW-Mitgliederversammlung in Bremen zusammen.
Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Mission Weltweit (EMW) findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt. In diesem Jahr wird die EMW vom 14. bis 16. Oktober 2026 auf Einladung des Zentrum Oekumene, einer Einrichtung der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck, in Frankfurt am Main zu Gast sein. „Ich freue mich darauf, bei meiner ersten Mitgliederversammlung als Direktor mit den Mitgliedern und internationalen Gästen ins Gespräch zu kommen. Die Mitgliederversammlung mit ihren beiden thematischen Einheiten ist für mich ein wichtiger Meilenstein in der Neugestaltung der Arbeit unserer Geschäftsstelle und unserer Partnerschaften. Die EMW steht vor wichtigen Fragen: Wir wollen über ihre künftige Rolle als Dach- und Fachverband beraten und zugleich kritisch prüfen, wie Mission und internationale ökumenische Zusammenarbeit heute partnerschaftlich gestaltet werden können. Ich hoffe, dass wir dabei klare Ausrichtungen und tragfähige Mandate für die zukünftige Arbeit gewinnen“, äußert sich EMW-Direktor Balázs Ódor zur bevorstehenden Veranstaltung. 

Neben den Berichten von Vorstand und Geschäftsstelle stehen in diesem Jahr zwei inhaltliche Schwerpunkte im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung: In einer Zukunftswerkstatt beraten die Mitglieder über die künftige Rolle der EMW in der deutschen und internationalen ökumenischen Landschaft. Außerdem setzen sie sich mit dem Rezeptionsprozess des Impulspapiers „Dekolonisierung der Mission?“ auseinander. Hierbei kommen vor allem Reflexionen und Stimmen aus dem Globalen Süden eine besondere Rolle zu, die teils schriftlich, teils per Video, Eingang in die Diskussion finden. Gäste aus der internationalen Ökumene und Partnerorganisationen werden anlässlich der Versammlung Grußworte überbringen.

Inhaltlicher Austausch, Gottesdienst, ökumenische Gäste

Den Auftakt am Mittwochnachmittag bilden der Bericht des Vorstands und der Einstieg in die Zukunftswerkstatt. Am Donnerstag wird die Zukunftswerkstatt fortgesetzt. Außerdem setzt sich die Mitgliederversammlung mit dem EMW-Impulspapier „Dekolonisierung der Mission?“ und dessen Rezeption auseinander. Am 16. Oktober geht es dann um die Jahresrechnungen und Haushaltsplanungen sowie um den Bericht aus der Geschäftsstelle.

Im Festgottesdienst am Donnerstagabend wird Direktor Balázs Ódor eingeführt. Zudem werden die beiden Theologischen Referent*innen Dr. Silja Joneleit-Oesch und Dr. Eckhard Zemmrich verabschiedet. 

An der Mitgliederversammlung nehmen zahlreiche Führungspersönlichkeiten aus protestantischen Kirchen, Missionswerken und der internationalen Ökumene teil. So werden Prof. Dr. Jerry Pillay (Ökumenischer Rat der Kirchen), Prof. Dr. Claudia Jahnel (Universität Hamburg, Theologischer Ausschuss der EMW) vor Ort sowie Dr. Jooseop Keum (Council for World Mission) per Video thematische Referate halten. Ein Grußwort vor Ort überbringen Dr. Sivin Kit (Lutherischer Weltbund) und Dr. Hanns Lessing (Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen). Prof. Dr. Martin Accad (Near East School of Theology, Libanon) ist mit einem Grußwort per Video vertreten. (TS)


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